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Navis und Apps. Erfahrungen


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29 Antworten in diesem Thema

#21 robert

robert

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Geschrieben 20 December 2017 - 15:52 PM

Ich glaube, das mit den 2MB pro Fahrt Minute stimmt so nicht - zumindest nicht bei mir.

 

 

Das kann durchaus sein!

Diesen Wert hatte ich irgendwo mal gelesen, er erscheint mir selbst zu hoch. Also bitte wieder vergessen, das hätte ich gar nicht posten sollen.

Ausserdem finde ich die Einheit "pro Minute"  seltsam. 

 

Gruß Robert


"Was immer Du schreibst - schreibe kurz, und sie werden es lesen, schreibe klar, und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten."
Joseph Pulitzer

#22 mvp

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Geschrieben 20 December 2017 - 20:09 PM

Hat jemand einen Tipp fur gute App zur Datenvolumenmessung im Betrieb? Dann messe ich demnächst waze...

 

Mein Handy kann das von Haus aus...

 

VG,

MVP
 



#23 zzz

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Geschrieben 24 December 2017 - 0:19 AM

GlassWire App zum messen des Datenverbrauchs.

Datenverbrauch von Waze:

23.12.2017 0,00 MB (46,4 KB WLAN), 28 km. D-A. Geplant wurde im WLAN-Bereich
23.12.2017 12,4 MB, 332 km, A-D
25.12.2017 30,6 MB, 957 km, D-H (1)
27.12.2017 10,5 MB, 526 km, H-A-H (2)
28.12.2017 01,4 MB, 111 km, H-A-H (3)
29.12.2017 05,1 MB, 514 km, H-A-H (4)
30.12.2017 19,9 MB, 240 km, H-RO (5)
31.12.2017 01,8 MB, 006 km, RO (6)
02.01.2018 00,7 MB, 314 km, RO-H (7)

Google Maps:
03.01.2018 08,6 MB, 140 km, innerstädtisch Budapest 8 Fahrten zu je ca. 15 - max. 21 km. (8)

Weiter mit waze:
04.01.2018 14,3 MB, 976 km, H-D (9)

Summe waze:114,7 MB für 4004 km.

05.01.2018 08,1 MB, 140 km, D-FL mit waze
06.01.2018 10,1 MB, 140 km, D-FL mit maps
ein andermal... XX,X MB, XXX km, D-FL mit sygic


Zu (1):
D-H geplant, und versehentlich ein Zwischenziel 400 km in der falschen Richtung eingegeben. Waze ist öfters gecrasht. Ich habe die Route mehrfach geändert, Zwischenziele programmiert, Route gelöscht, neue Ziele definiert, und dann erneut die ursprüngliche Route haben wollen - durchaus einige male. Nach den Crashs musste ich das Ziel auch jedesmal neu eingeben. Die letzte Routenplanung war im WLAN-Bereich (GoKart Hotel Kecskemet, sehr lecker zu abend gegessen, kaum 20 EUR für zwei Personen inkl. Getränke - TOLLER Laden!). Fahezeit: 12 Stunden Brutto, lt. Google 9:20 h netto. Die 30,2 MB von waze hatte ich schon in Nürnberg, der Rest ist 0,4 MB unterwegs. Offenbar hat waze bei der Neuberechnung der Routen keine neuen Downloads gestartet.

Zu(2):
Die Routenplanung H-A war wohl im WLAN des Startortes.

Zu(3):
Mosonmagyarovar-Tiefgarage am Museumshauptquartier-Tierpark Schönbrunn-erneut die Tiefgarage-Mosonmagyarovar. Die erste Planung war möglicherweise im WLAN der Pension (ich hab's nicht geprüft).

Zu (4):
Zwei von drei Strecken wurden im WLAN geplant.

Zu (5):
In Europa sind Grenzen für Europäer mitnichten offen. Der Grenzübergang zwischen Ungarn und Rumänien, wo wir durch wollten, war von ungarischer Seite für Inhaber von Pässen, die nicht ungarisch oder rumänisch waren, gesperrt. Es besteht zar nichteinmal die Pflicht, einen offiziellen Grenzübergang zu nutzen, aber wir durften nicht durch. Dies ergab eine Neukalkulation und ca. 20 km Umweg.

Zu (6):
Wir waren nur Innerstädtisch einkaufen und sind ins Parkhaus gefahren (zum Schutz vor Silvesterböllern). Wir feiern in der Innenstadt (Ordea) mit DJ, Bühne, Essen, Trinken, Eisbahn und zum Schluss mit einem halbstündigem (Edit: es waren doch nur 10 min, dafür aber tolle Effekte, z.B. dichter, goldener Glitzer in Herzform, mit dünnem, roten Rand umkreist) Feuerwerk. Es gibt allerdings keine Sicherheitszonen für Frauen - komisch, nicht? (Edit: super friedlich und gut gelaunt, keine Besoffenen, die Straßen waren picobello sauber nach der Feier, nur vereinzelte Servietten und eine zerbrochene Sektflasche [kann passieren] war der ganze "Dreck" auf dem gut besuchten Festplatz - alles wurde noch zum Ende der Feier ruckzuck mit Besen zusammengefegt, tolle Organisation. Polizei war da, hatte nix zu tun. Ein Rettungswageneinsatz, gleich zu Beginn, wohl ein intrinsischer Auslöser. Fotos verlinke ich später)

Zu (7):
Die initiale Planung war im WLAN des Hotels. Danach gab es aber noch kleinere Routenänderungen, die aber wohl nicht ins Gewicht gefallen sind.

Zu (8):
Die Frage war nach dem Unterschied zwischen Maps und waze. Folgendes ist mir aufgefallen:
- Maps zeigt weder Tempo noch die zulässige Höchstgeschwindigkeit an - schwach.
- Maps zeigt städtischen Stau an, wo nichts ist - auf Grund von Erfahrungswerten, die aber in der Ferienzeit nicht zutreffen.
- Den Datenverbrauch von Maps kann ich nicht als übermäßig bezeichnen
- Maps zeigt MANCHMAL die Spurwahl an, waze nie.
- Maps meldet die kleinen Verkehrsstörungen allesamt nicht, die waze sehr zeitnah anzeigt (in Ungarn - in Deutschlnd sind es eher weniger User, die waze überhaupt nutzen)
- Maps kennt die neuesten Sackgassen nicht, waze kennt geänderte Verkehrsführungen aber teilweise auch nicht

Mein Fazit:

Maps ist im Stadtverkehr etwas besser geeignet als waze, da die Spuren manchmal angezeigt werden. Geschwindigkeit, zulässige Höchstgeschwindigkeit, Blitzer, spontane Verkehrsstörungen usw. zeigt Google nicht an.

Waze ist in der Großstadt von der Navigation her völlig ungeeignet, da man über die richtige Spurwahl nur rätseln kann - ich musste deswegen einige unnötige Umwege fahren (weil ich mir abrupte Manöver, um die "richtige" Spur zu "erwischen", grundsätzlich spare). Über Verkehrsstörungen informiert waze dennoch deutlich besser als Maps, was mir allein zu einer Gelegenheit in Budapest lockere 30 min gespart hat.

- In der Stadt besser ein bezahltes Navi nutzen (ich checke noch "here" irgendwann).

...Evtl. kann man auch zwei Navis gleichzeitig laufen lassen, waze für den Verkehr und ein richtiges Navi für die Navigation....

- Auf Langstrecke glasklar waze nutzen. Jeder wichtige Sachverhalt wird gemeldet, die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist jedoch sehr oft falsch.

-Zu Fuß glasklar Google Maps nutzen, da sind Verkehrsstörungen irrelevant, aber die Datenbasis ist enorm (in Verbund mit Streetview und den Fotos auf Google die mit ABSTAND erste Wahl). Google findet alles, selbst wenn falsch geschrieben (was in Auslandssprachen nicht unwahrscheinlich ist)

Zu (9):

- Planung 1: eine "Kurzstrecke" innerhalb von Budapest (Mitfahrerin aufgabeln)
- Planung 2: Budapest-Mosonmagyarovar
- Planung 3: Mosonmagyarovar-Wien (Fahrgast-Tausch)
- Planung 4: Wien - zum Mitfahrer vor die Haustür
...Rest der Strecke ohne waze.

Waze ist unterwegs 3x abgestürzt, wurde neu gestartet und die Zieleingabe musste neu erfolgen (aus der Liste der letzten Ziele ausgesucht)

#24 zzz

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Geschrieben 11 January 2018 - 14:07 PM

Mittlerweile habe ich ein wenig gesucht, ob es online andere Vergleiche zwischen den Apps gibt - ja.

 

Wesentliche Infos:

 

- Google Maps bezieht die Staumeldungen von waze, die Karten von waze sind aber nach wie vor ein Community-Produkt.

- das, was mir bei Google Maps fehlt (Geschwindigkeit, zulässige Höchstgeschwindigkeit usw.) fehlt auch den anderen Testern

- waze meldet Staus zu spät, Ausweichen oft nicht möglich (das ist mir auch aufgefallen, deswegen schaue ich von Zeit zu Zeit weit nach vorne (bzw. bitte meine Frau dies zu tun, die sitzt ja neben mir)

- tomtom hat die besten Stauansagen, keiner der Online-Tester versteht wieso (ich meine es zu verstehen: die werten die Bewegungsdaten der tomtom-Nutzer mit deren Einverständnis aus). tomtom ist mir aber zu teuer (monatliche bzw. jährliche Gebühren) - aber vielleicht buche ich auch mal tomtom zum probieren (solange man nicht deren müllige Hardware kaufen muss, ist tomtom durchaus i.O.)

 

Beängstigend, aber von hohem Nutzwert ist die Spionage von Google über meine Mobilität:

 

https://www.google.c...aps/timeline?pb

 

(wer eingelogged ist, bekommt die eigene Übersicht)

unbenannt.jpg

 

Das sind meine Aufenthaltsorte seit dem ich Google Maps aktiv mit GPS nutze (Frühsommer 2017, einige Punkte sind aus der ersten Jahreshälfte 2017, aber das sind weniger als 5 Punkte). Die südlichsten Punkte sind an dem Donaudurchbruch und in Herkulesbad (Kaiserliches Bad, in rumäniens "Hand" ein Drecksloch geworden, aber die Natur ist überwältigend).

 

Der Punkt unter dem "e" von Liechtenstein ist Ischgl, unter dem S von Österreich ist Filzmoos (Skiorte, aber von Filzmoos aus fahren wir jeweils alle möglichen Skiorte im groben Dreieck zwischen Schladming, Kitzbuehel und Sportgastein an)

 

Man kann sich die Tage auch einzeln anzeigen lassen, in allen Details:

 

Überlegungen zur Optimierung der Fahrzeit Budapest - Allgäu:

 

Die Fahrt von Budapest nach Allgäu hat demnach (jetzt, Anfang Januar) ca. 10 h netto gedauert, brutto waren es aber ca. 11 Stunden (jeweils ca. 4 Minuten Abweichung). Heißt: eine Fahrt "ohne Pause" beinhaltet am Ende doch eine geschlagene Stunde Standzeit. Stau gab es nur, weil Mutti bei Pocking zur Volksberuhigung [ausschließlich] die legal Reisenden anhalten lässt - ca. 35-40 min verloren, dies gehört aber zur knapp 10 h langen Nettofahrzeit - also in Wirklichkeit dauert die Fahrt [bei strömendem Regen und mit langsamen Tempo wegen Aquaplaning-Gefahr]  ~9:20 h  - plus Muttis Stau.

 

Die komplette Liste der Stopps ab Start in Budapest laut Google:
Mosonmagyarovar: ~30 min (Juwelierin - Erledigung, keine Pause)
Hegyeshalom: 6 min (Erledigung, keine Pause - Geschenk für die Nachbarn vergessen, die unsere Tiere, Pflanzen und den Briefkasten versorgen - schnell eingekauft)
Wien: 6 min (Erledigung: Fahrgastwechsel)
Loosdorf: 25 min (Getankt und kurz zu Mäckes - nennen wir das Pause? Blase war voll, Magen hat genurrt)
Ankunft: Allgäu (wir waren aber noch einkaufen bei Lidl in BaWü - wegen der späten Uhrzeit war in Bayern alles zu).

...hier ist also die Stunde Abstand zum Brutto...

 

"Früher" hätte ich das so nicht auseinanderfriemeln können. Bei den nächsten Fahrten kann ich also analysieren, wo es noch Optimierungspotential gibt :-)

Für diese Strecke sehe ich nicht viel:

- ca. 35 min: was zu erledigen ist, muss getan werden - dies gehört zum Fahrtzweck

- ca. 5-10 min : min für den Tankstopp/die Tankstopps

- ca. 5 min: Pipi

- ca. 10 min: die "echte Pause", falls man das "hastige" Verschlucken eines Burgers als "Pause" bezeichnen darf - dies ist für 900 km verdammt knapp.

 

Fazit aus der Analyse der Google-Daten für Budapest-Allgäu:

Budapest bis Grenze: 1:35 (ABSOLUT keine Chance legal schneller zu sein)

Quer durch Österreich: 3:00 h (ABSOLUT keine Chance legal schneller zu sein)

Schärding bis Allgäu über Deggendorf: real 5:30 h, davon ca. 40 min Muttis Stau = ca. 4:50 h staufreie Fahrt bei strömendem Regen (Und ich bin NICHT geschlichen! Ich habe meistens selbst überholt - wurde dabei max. 2-3x von anderen Autos überholt!). Ich schätze, dass man bei freier Bahn und trockenem Wetter diese ~400 km mit einem 2.0 Diesel in 2:30h zurücklegen kann.

 

Demnach ist die bestmögliche Zeit für Budapest-Allgäu mit einem 2.0 Diesel ca. 7 h. Mal sehen, ob ich diese Zeit jemals "schaffe" (außer der erhöhten Geschwindigkeit an sich keinerlei weitere Risiken eingehend) :-)

 

Der "Hauptzeitverlust" ist also diesmal auf Mutti und auf den Regen zurückzuführen - Beide kann ich nicht beeinflussen. Bei Pocking auszuweichen ist für ehrliche Bürger sinnlos: zu viele Sperren auf den Landstraßen. Für illegale Einwanderer ist das Ganze banal  - die haben Zeit und können den hinreichend bekannten Kontrollen beliebig ausweichen. So gesehen kann ich mit der letzten Fahrzeit absolut zufrieden sein: was möglich war, habe ich getan, um schnell ans Ziel zu kommen. Der Rest der Verzögerungen kommt "von oben".

 

Wie Flixbus diese Strecke in 12:40h schaffen will, ist mir ein Rätsel.

 

Flixbus-Kalkulation auf der Strecke Budapest-Friedrichshafen:

 

21:40 - 06:15 Budapest - München, 700 km nachts (also wohl nicht viel Merkel-Stau bei Salzburg) = 8:35 h = ca. 83 km/h Schnitt

08:00 - 10:20 München - Friedrichshafen, 200 km im Berufsverkehr = 2:20 h = ca. 86 km/h Schnitt

 

Es gibt aber auch Angebote weit über 26 Stunden - nämlich über Berlin.

 

Um bei vmax 100 km/h einen ca. 85-er Schnitt zu fahren (offenbar rechnet Flixbus genau damit) sind max. 9 min Zeitverlust je 100 km "erlaubt". Bei vmax. 235 km/h "schaffe" ich München tagsüber höchstens in 1:50 h.... Wie schafft es also Flixbus nur eine halbe Stunde langsamer zu sein?

 

Für Budapest-München kann ich mir einen Schnitt von 83 km/h vorstellen, wenn zwei Fahrer im Bus sitzen, und nur eine relativ kurze Pause für den Fahrerwechsel gemacht wird.....

 

Aber ich werde mir mal den Spaß machen, und auf einer der Reisen vmax. 100 km/h fahren. Spart unheimlich viel Sprit - und mal sehen, ob Flixbus bei den Zeitangaben und unter Einhaltung der Verkehrsregeln realistisch bleibt :-)

 

Vergleich Mitfahren - Flixbus für Budapest - Allgäu/Bodensee

 

Mit dem Flixbus wäre man im Endeffekt kaum langsamer im Zielbereich als mit dem Mitfahr-PKW, allerdings ist man bezüglich Ankunftsort nicht flexibel. Weitere Wartezeiten müssen zum einchecken im Bus und für die fahrt zum eigentlichen Ziel kalkuliert werden (jeweils plus ca. eine Stunde). Unterm Strich ist also auch ein langsames Auto (11 h Fahrzeit) noch mehrere Stunden schneller als der Bus - allerdings fahren die meisten Mitfahrgelegenheiten nicht nachts.... Mit Flixbus geht KEIN Tag "verloren", mit der Mitfahrgelegenheit geht der Reisetag auf JEDEN Fall flöten... Ob nun 10, 11 oder 12 Stunden - wech iss wech....

 

Dass die Smombies solche Überlegungen durchkalkulieren, wage ich allerdings zu bezweifeln.



#25 volkerchen

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Geschrieben 11 January 2018 - 14:46 PM

- Google Maps bezieht die Staumeldungen von waze, die Karten von waze sind aber nach wie vor ein Community-Produkt.

- das, was mir bei Google Maps fehlt (Geschwindigkeit, zulässige Höchstgeschwindigkeit usw.) fehlt auch den anderen Testern

- waze meldet Staus zu spät, Ausweichen oft nicht möglich (das ist mir auch aufgefallen, deswegen schaue ich von Zeit zu Zeit weit nach vorne (bzw. bitte meine Frau dies zu tun, die sitzt ja neben mir)

 

Nein, GMaps bezieht die Fahrdaten von Waze, aber nicht die "Staumeldungen" (letztere - also das, was Du als Fahrer über das Menü eingeben kannst - nutzt ja nicht mal Waze selbst für das Routing).

 

Google wertet zudem sämtliche Standortdaten aller Android-Geräte aus, bei denen dies entsprechend eingestellt ist. Das sind vermutlich mehr als 3/4 aller Smartphones. Diese Daten bekommt Waze hingegen nicht. Das Kartenmaterial ist jeweils autark und wird nicht abgeglichen, wobei aber anscheinend teilweise gleiche Quellen genutzt werden (z.B. ADAC-Baustellenmeldungen).

 

Aktuelle Fahrgeschwindigkeit und zulässige Höchstgeschwindigkeit zeigt Waze auf Wunsch an - die zulässige Höchstgeschwindigkeit natürlich nur dort, wo das Kartenmaterial diese enthält und generell nicht bei variablen Tempolimits. Wobei diese Funktion aus meiner Sicht überflüssig ist, denn die gültigen Daten kann man leicht diesen merkwürdigen Schildern entnehmen, die regelmäßig neben oder über der Fahrbahn auftauchen. ;)

 

Waze "meldet" keine Staus - wozu auch? Waze meldet nur Änderungen der vorberechneten Ankunftszeit am Ziel durch Veränderung der aktuellen Verkehrsdichte oder durch Änderung der Routenführung ("überraschend dichter werdender Verkehr auf der A1, Ankunftszeit voraussichtlich 10 Minuten später"). Du kannst Dir aber jederzeit die (oben schon mal erwähnten) Meldungen anderer User anzeigen lassen. Außerdem zeigt Waze die aktuellen Durchschnittsgeschwindigkeiten auf den zu durchfahrenden Streckenabschnitten (bis zu einer Distanz von 200 km voraus). Wenn Waze die Umfahrung eines Staus auf der Autobahn nicht automatisch vornimmt, dich also hinein fahren lässt, erhältst Du die Meldung "voraussichtliche Zeit im Stau xy Minuten". Existiert eine Umfahrung, die zu einer Zeitersparnis führt, wird diese gefahren und es gibt natürlich dann keine "Staumeldung".

 

Waze berücksichtigt bei der Routenplanung und der Bestimmung der Ankunftszeit die ihm bekannte durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit des Benutzers, die aktuelle Fahrgeschwindigkeit auf der gewählten Route bis 200 km voraus und die bekannten Durchschnittswerte der Route zur jeweiligen Tageszeit (für die gesamte Route). Obwohl Waze insgesamt eine erheblich kleinere Datenbasis als GMaps hat (vor allem in DE) sind seine Routen und Fahrzeiten nach meiner Erfahrung tendenziell besser als die von GMaps. Das kann aber natürlich von Region zu Region unterschiedlich sein. Lediglich mit aktuellen Vollsperrungen hat Waze mehr Probleme als GMaps. Insgesamt sind die Informationen zu den genauen Routing-Algorithmen aller Anbieter ein Betriebsgeheimnis und werden nicht detailliert veröffentlicht.

 

Waze macht genau das, was ich als Fahrer will - nämlich mich auf dem schnellsten Weg von A nach B zu bringen und mir vorher möglichst präzise mitzuteilen, wann ich in B ankomme. Ich nutze häufig zwei Navis parallel, zum einen für eine zweite Meinung und zum anderen für interne Vergleiche, welche Software für mich am nützlichsten ist. Im Vergleich mit Navigon und NuNav liegt Waze deutlich vorn, offline-Navis sind prinzipbedingt eh chancenlos, da reisst es auch eine TMC-Anbindung nicht raus. Im Vergleich mit GMaps sehe ich Waze noch mit einem hauchdünnen Vorsprung - aber das ist sicher eine subjektive Einschätzung. TomTom hatte ich nur als Offline System (gruselig), die Online-Version ist mir zu teuer.

 

EDIT: Ach ja, was das Thema "beängstigend" und "Spionage" angeht: Man muss sich mal darüber klar sein, dass bestimmte Funktionalitäten nur deshalb überhaupt möglich sind, weil bestimmte Daten erhoben und ausgewertet werden! Ein System kann nur dann zuverlässig berechnen, ob ich die Autobahn verlassen soll und über die Landstraße gurke, wenn es weiß, wie schnell ich aktuell auf der Landstraße voran komme und wie hoch dem gegenüber die aktuellen Fahrgeschwindigkeiten auf der Autobahn sind. Und das System kann mir für meine Nachtfahrt von A nach B nur eine verlässliche Ankunftszeit bestimmen, wenn es weiß, ob ich dort Nachts gewöhnlich 120 km/h oder 180 km/h fahre.

 

Solche Daten zu erheben und auszuwerten ist also sinnvoll - ganz im Gegenteil zu dem nutzlosen Müll, den Hinz und Kunz auf Fratzenbuch und Konsorten abkippen.

 

ciao

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#26 zzz

zzz

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Geschrieben 11 January 2018 - 15:31 PM

Waze ist auch mein Favorit. Nur - wie ich oben schrieb - durch den fehlenden Fahrspurassistenten ist waze in Metropolen (z.B. Budapest) grenzwertig nutzerfreundlich.

 

Tomtom - teuer - hmtja... 20 EUR pro Jahr ist soweit nicht schlimm. Besser als einmalig X EUR (mit X >> 20 EUR), und dann wird der Support eingestellt (tomtom, Becker/Falk u.a.). Mein Becker Professional 50 hat mich in 6 Jahren gekostet:

 

ca. 200 EUR Beschaffung

ca. 100 EUR Ladekabel

ca. 25 EUR Halterung

===================

ca. 335 EUR = 55 EUR im Jahr. Ich beschwere mich aber nicht: das Navi war SUPER.

 

Ohne dem schrottigen Zubehör wären es immer noch mehr als 33 EUR im Jahr.

 

Schlimmer ist, dass wohl die länderübergreifende Navigation bei tomtom zickt.... Schreiben einige Tester.... tomtom war mal super. Um 2006 herum sind die den Bach runtergegangen. Bei der verheerenden Kritik, die tomtom bei den Testern und Usern einfährt, würde ich die 20 EUR pro Jahr allerdings auch als "zu viel" ansehen.



#27 miera

miera

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Geschrieben 11 January 2018 - 15:58 PM


 

Schlimmer ist, dass wohl die länderübergreifende Navigation bei tomtom zickt.... Schreiben einige Tester.... tomtom war mal super. Um 2006 herum sind die den Bach runtergegangen. Bei der verheerenden Kritik, die tomtom bei den Testern und Usern einfährt, würde ich die 20 EUR pro Jahr allerdings auch als "zu viel" ansehen.

Was für 20 Euro meinst Du?

Ich habe mein TOM TOM vor 3 Jahren gekauft und habe nur kostenlose Updates gehabt.

 

Wofür ich allerdings bezahle ist die Echtzeitfunktion. Die hat aber auch kein anderes Gerät momentan kostenlos.

Dafür werden die Daten sehr breit gestreut aus vielen Poolen erhoben.

Nicht nur sekundengenaue  Bewegungsdaten einzelner Fahrzeuge auf der Strecke ( Geschwindigkeit oder Stillstand ) auch aus Fuhrparkdaten vieler Speditionen und diverser Fahrdienste, Polizei und Rettungsdiensten und Straßenmeistereien. Und was noch so alles Daten liefern kann. So hab ich es der Beschreibung entnommen.

 

Also bisher bin ich davon absolut überzeugt, und konnte schon oft rechtzeitig davon profitieren.

 

Es zeigt mir fast sekundengenau an, wo auf meiner Strecke gerade Verzögerungen beginnen. Man bekommt die Verzögerungszeit angezeigt und sieht ob sie sich auch wieder abbaut, also jede Schwankung. Das zeigt es auch an wenn man auf eine Ausweichstrecke umgeleitet wird. Auch die kann verstopfen und man wird wiederum weitergeleitet, und das alles in sogenannter Echtzeit.



#28 volkerchen

volkerchen

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Geschrieben 11 January 2018 - 16:34 PM

Wofür ich allerdings bezahle ist die Echtzeitfunktion. Die hat aber auch kein anderes Gerät momentan kostenlos.

 

Hier geht aus _ausschließlich_ um Navigationslösungen mit "Echtzeitfunktion", alles andere taugt ohnehin nicht. Und natürlich gibt’s die an jeder Ecke kostenlos. Waze ist kostenlos, NuNav ist kostenlos, selbst Navigon ist kostenlos, wenn man es es über die Amazon-Underground Aktion bezogen hat.

 

Wenn etwas 20 Euro p.a. kostet, was es anderswo für lau gibt, dann muss das schon deutlich besser sein, damit es für mich in Frage kommt.

 

ciao

volker



#29 miera

miera

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Geschrieben 11 January 2018 - 17:35 PM

Hier geht aus _ausschließlich_ um Navigationslösungen mit "Echtzeitfunktion", alles andere taugt ohnehin nicht. Und natürlich gibt’s die an jeder Ecke kostenlos. Waze ist kostenlos, NuNav ist kostenlos, selbst Navigon ist kostenlos, wenn man es es über die Amazon-Underground Aktion bezogen hat.

 

Wenn etwas 20 Euro p.a. kostet, was es anderswo für lau gibt, dann muss das schon deutlich besser sein, damit es für mich in Frage kommt.

 

ciao

volker

Fragt sich nur mit welchen Datenerhebungen die arbeiten?

Ob das dann vergleichbar ist?

Ich vermute mal der bezahlte Mehrwert lohnt sich.

Zumindest ich habe viel viel Zeit und Nerven damit gespart.

 

Ich habe ein festes Gerät und keine App!



#30 zzz

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Geschrieben 11 January 2018 - 21:04 PM

Fragt sich nur mit welchen Datenerhebungen die arbeiten?
Ob das dann vergleichbar ist?
Ich vermute mal der bezahlte Mehrwert lohnt sich.
Zumindest ich habe viel viel Zeit und Nerven damit gespart.

Du siehst ja den Punkteteppich oben, den ich letztes Jahr produziert habe, und er ist noch nicht einmal vollständig, denn ich fahre erst seit September mit Android. Was davor war, ist nur teilweise vorhanden (es fehlen z.B. die Niederlande, Transsylvanien und Timisoara)

Wenn ein System grenzüberschreitend nicht funktioniert, nützt es mir nichts. Schweiz, Österreich und Allgäu/Bodensee sind meine Haupt-Ziele vor Ort, ansonsten hauptsächlich Ungarn. Tomtom würde bei mir entsprechend nichts bringen.

Und...

Der Schwerpunkt meines Postings betrifft Apps. Tomtom go für Android ist für 75 km pro Monat gratis. Wer mehr will, muss zahlen. Ab 4 Monaten würde sich wohl das Jahresabo lohnen, wennn tomtom hilfreich ist.

Die Daten holt sich tomtom von den Usern und aus div. Autos. Die Datenbasis ist durch Audi/VW zweifellos drastisch höher als durch während der Fahrt waze bedienende Fahrer. Waze ist übrigens meist in LKWs aktiv, manche Fahrer haben weit über 10 Millionen Punkte auf dem "Konto" (ich habe "nur" ca. 55.000 Punkte, und gehöre damit zu den "oberen 4%" in Deutschland, aber ich nutze waze verstärkt erst seit einem halben Jahr). Von daher sind die Daten manchmal knapp falsch: LKW stauen sich (z.B. an Grenzen), der Rest des Verkehrs fließt - aber es wird Stau angezeigt.

Der bezahlte, möhliche Mehrwert von tomtom (korrekte Bewertung der Verkehrslage) würde sich zweifellos lohnen, wenn der bezahlte Wenigerwert (keine grenzüberschreitende Planung) nicht wäre. Wie gesagt: betrifft die App.




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